24/11/2025
Zusammenfassung meiner Erfahrungen mit den E-LKW von Scania, MAN, Mercedes und DAF
Ich bin mit einer gewissen Skepsis in das Thema Elektroantrieb gestartet. Und ja, ein Punkt hat sich bestätigt: Die Restreichweite lässt sich nie ganz so eindeutig einschätzen wie beim Diesel oder Gas. Diese totale Transparenz fehlt etwas.
Wobei:
Das Problem mit der Restreichweite sitzt hinter (vor) dem Lenkrad. Das erschwert die Transparenz.
Die Restreichweite ist die Challenge des eTruckens, die von der Rekuperation und der geforderten Leistung beim Beschleunigen etc zusammen hängt
Reichweite ist immer die erste Frage und am schwierigsten zu beantworten
Alles andere hat mich allerdings positiv überrascht. Im Anzug stehen die E-LKW ihren Verbrenner-Kollegen in nichts nach – im Gegenteil, sie haben sogar Vorteile. Der eigentliche Gamechanger ist aber die Rekuperation. Wer sie richtig nutzt, kann die Reichweite deutlich verlängern und spart massiv Energie.
Die markenspezifischen Unterschiede beschränken sich im Wesentlichen auf Ausstattung, Bedienlogik und Feinheiten der Rekuperationsbremse. Für eine Grundbewertung sind sie daher zweitrangig.
Mein Fazit: Wenn vor Ort eine Ladesäule verfügbar ist, die genug Leistung hat, um zwischen zwei Touren nachzuladen, dann ist ein E-LKW absolut dispositionstauglich. Voraussetzung ist allerdings eine funktionierende Ladeinfrastruktur am Betriebshof – ohne die geht es nicht.
Wichtig ist außerdem eine saubere Einarbeitung. Jede Marke hat ihr eigenes Rekuperationssystem, und wer jahrelang „Segeln“ mit dem Verbrenner verinnerlicht hat, muss sich an die neue Fahrweise erst gewöhnen. Für alte Hasen ist das am Anfang ungewohnt – aber nach kurzer Zeit logisch und gut handhabbar.