19/04/2021
Was Bamberg nicht braucht, sind Parkwächter, die Behindertentaxis und Behindertenfahrdienste aufschreiben, wenn diese einen Rollifahrer auf einem Behindertenparkplatz ausladen. So geschehen z.B. am Freitag. Ein Rollifahrer wurde vom Pflegeheim in Hirschaid abgeholt und zum Dr. Niedballa, Franz-Ludwig-Straße 14a gebracht. Während der Fahrer den Herrn im Rolli zum Arzt hoch brachte, wurde er vom Parküberwachungsdienst der Stadt Bamberg trotz angelegten Rollstuhlrampen aufgeschrieben. Begründung er hat keinen Behindertenparkausweis und könne sich irgendwo in der Straße einen Parkplatz suchen. Es interessierte Herrn E. (Name ist bekannt) nicht,dass erstens ein Rollifahrer (ersichtlich) gerade ausgeladen wurde. Er pochte auf den Ausweis. Wer die Situation dort kennt, weiß, dass erstens bei anhalten auf der Straße der Verkehr zum erliegen kommt, auch für die Stadtbusse und zweitens mit einem Fahrzeug, das mit Rollirampe rund 7 Meter lang ist und wo zum sicheren entladen weitere 3m gebraucht werden, hier keinerlei Möglichkeit besteht einen Platz zu finden. Herr E. meinte, wir müssen halt den Parkausweis des Behinderten mitnehmen. Dass das zu Corona Zeiten, wo wir in die Pflegeheime garnicht rein kommen fast unmöglich ist und auch technisch nicht funktioniert war ihm egal. Wenn der Rollifahrer mit einem Fahrzeug gebracht wird, dieses hat den Ausweis dabei, und von einem Anderen Fahrzeug abgeholt wird, wie kommt das abholende Fahrzeug dann zum Ausweis? Auch ein Anruf im Büro des Parküberwachungsdienstes führte zu keinem Ergebnis, da der Herr an der anderen Leitung ins selbe Horn blies. Nicht nur das, es wurde gegen jeden Datenschutz das Foto unserer Windschutzscheibe mit dem darin liegenden Hinweisschild, dass wir ein Fahrdienst für Behinderte und gleich zurück sind, mit der Bitte um Verständnis, den Firmenangaben sowie einer Telefonnummer für den Notfall ans Straßenverkehrsaufsichtsamt geschickt um uns weitere Probleme zu machen.
Ab jetzt werden wir an dieser Stelle auf der Straße halten, um einen Rollstuhlfahrer zum Arzt zu bringen und verursachen damit ein Verkehrschaos. Beschwerden bitte an den Parküberwachungsdienst der Stadt Bamberg.
Liebe Busfahrer, liebe Verkehrsteilnehmer, die in Zukunft durch die Franz-Ludwig-Straße müssen, wir entschuldigen uns hiermit bei Ihnen für die Unannehmlichkeiten, Verzögerungen bzw Wartezeiten. Leider lässt uns der Parküberwachungsdienst der Stadt Bamberg jedoch keine andere Wahl und wir werden nicht darauf verzichten, Rollstuhlfahrern ein Stück barrierefrei Freiheit zu geben.
bambergtaxi/Bamberger Rolli Team/Fahrdienste Kersten mit weiteren angeschlossenen Unternehmen