07/09/2023
Drohende Hyperinflation und Insolvenzgefahr: BLV-pro e.V. appelliert
an die Politik zur Überdenkung der Mauterhöhung
Der Bundesverband Logistik & Verkehr (BLV-pro) e.V. warnt eindringlich
vor den verheerenden Auswirkungen der geplanten Mauterhöhung um
83% zum 1. Dezember 2023. Die Situation in der Transport- und
Logistikbranche wird zunehmend desolater, und die Folgen dieser
Maßnahme sind verheerend. Unter der Führung des
Vorstandsvorsitzenden Konstantin Popov und des Vorstandssprechers
Thomas Hansche setzt sich der BLV-pro e.V. entschlossen dafür ein,
diese drastische Mauterhöhung zu überdenken.
Die drohende Hyperinflation ab dem 1. Dezember 2023 birgt eine
ernsthafte Gefahr für die gesamte Wirtschaft. Besonders betroffen sind
mittelständische Unternehmen im Transport- und Logistiksektor. Die
drastischen Mehrkosten durch die Mauterhöhung werden viele dieser
Unternehmen in die Insolvenz treiben, was nicht nur Arbeitsplätze
gefährdet, sondern auch die Versorgungssicherheit für die gesamte
Bevölkerung beeinträchtigt.
Vorstandsvorsitzender Konstantin Popov betont: "Wir stehen vor einer
existenziellen Bedrohung für unsere Branche und die Wirtschaft als
Ganzes. Die geplante Mauterhöhung wird nicht nur Insolvenzen auslösen,
sondern auch zu weiteren Preiserhöhungen führen, die jeden Bürger
betreffen werden. Die Öffentlichkeit muss verstehen, dass diese
Maßnahme unsere Versorgungsinfrastruktur gefährdet."
Vorstandssprecher Thomas Hansche fügt hinzu: "Es ist von
entscheidender Bedeutung, dass die Einnahmen aus der Maut
zweckentsprechend für den Straßenbau verwendet werden und nicht zur
Sanierung der Bahn zweckentfremdet werden. Wir appellieren dringend
an die Politik, diese Mauterhöhung zu überdenken und die
wirtschaftlichen Folgen für unsere Branche und die Bevölkerung zu
berücksichtigen."
Vorstandsmitglied Daniel Beständig formuliert ganz pragmatisch seine
Bedenken bezüglich der Mauterhöhung: „Mal eine Zahl: 335.000 Euro.
Das sind die Mehrkosten durch die Mauterhöhung, die alleine in unserem
Unternehmen pro Jahr entstehen (bei gleicher Laufleistung)!
Ob sich jedes Unternehmen die Vorfinanzierung der Mautkosten dann
noch leisten kann, ist fraglich.
Die geplante Erhöhung der Lkw-Maut wird zu einer Steigerung der
ohnehin schon hohen Lebenshaltungskosten führen. Letztendlich zahlt
das wieder jeder von uns ENDVERBRAUCHERN.“
Die Schriftführerin im Vorstand des BLV-pro e.V. Bärbel Karnik
bemängelt:“ Die Logistikbranche wird einerseits als Melkkühe des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und des
Bundesministeriums für Verkehr und Digitales benutzt und andererseits
wird keine intakte Infrastruktur trotz immenser Mautabgaben zur
Verfügung gestellt. Marode Brücken und desolate Straßensysteme,
fehlende Rast- und Parkplätze sind Alltag in Deutschland. Dazu die völlig
überzogenen Kosten für das Fahrpersonal bei der Nutzung der
Sanitäranlagen. Unter diesen Umständen muss der Politik klargemacht
werden, dass wir keine Melkkühe sind und eine Zweckentfremdung &
Erhöhung der Maut ablehnen.“
Vorstandsmitglied Markus Brandt ergänzt: „
Wir sind im Energiehandel für Endkunden, Industrie, Gewerbe und
Landwirtschaft. Es geht nicht nur um die Mauterhöhung, die wir
weitergeben müssen, auch der Sprit wird teurer, Wartung und Ersatzteile,
Reifen, die Eingepreist werden müssen. Des Weiteren kommt im neuen
Jahr die CO2 Erhöhung auch noch. Wieder Preise, die erhöht werden
müssen. Ende März 2024 kommt dann die Mehrwertsteuer Erhöhung von
derzeit 7 Prozent auf wieder 19 Prozent bei Heizenergie. Unserer
Einschätzung nach wird die Wirtschaft kollabieren, denn die Kosten sind
nicht mehr tragbar. Quelle:. www.blv-pro.de