25/04/2026
Der ZDF/WISO-Beitrag zeigt sehr deutlich, worüber viele Taxiunternehmen schon lange sprechen: Der Plattform-Mietwagenmarkt muss endlich konsequenter kontrolliert werden.
Fairer Wettbewerb bedeutet nicht, dass klassische Taxibetriebe streng kontrolliert werden, während Plattform-Subunternehmen mit weniger Kontrolle, fragwürdigen Strukturen und immer neuen Ausnahmewegen arbeiten können.
Die Behörden sollten aus meiner Sicht systematisch prüfen:
✅ Besteht eine ausreichende gewerbliche Haftpflicht passend zur Anzahl der Fahrzeuge und Beschäftigten?
✅ Gibt es arbeitsmedizinische Betreuung und Arbeitssicherheit entsprechend Personal, Fahrzeugzahl und Arbeitsstunden?
✅ Werden Sicherheitsbeiträge und Arbeitgeberpflichten korrekt erfüllt?
✅ Gibt es ausreichend genehmigte Stellplätze für die konzessionierten Mietwagen?
✅ Wird die Rückkehrpflicht tatsächlich eingehalten?
✅ Werden Arbeitszeiten, Fahreranmeldungen und Mindestlohn sauber dokumentiert?
✅ Werden alle Geschäftsvorfälle steuerlich nachvollziehbar aufgezeichnet?
Ich bin außerdem dafür, dass Ausnahmegenehmigungen für Mietwagen ohne Alarmanlage und ohne Wegstreckenzähler deutlich kritischer geprüft oder beendet werden. Wer im Personenbeförderungsgewerbe Geld verdient, muss technisch sauber, überprüfbar und manipulationssicher arbeiten.
Entweder erhalten Mietwagen eine qualifizierte technische Ausstattung mit nachvollziehbarer Aufzeichnung — oder Plattform-Apps wie Uber müssen technisch so umgebaut werden, dass jeder einzelne Geschäftsvorfall manipulationssicher über eine Cloud-TSE erfasst wird.
Es darf keine Zwei-Klassen-Kontrolle geben: Taxiunternehmen auf der einen Seite, Plattform-Mietwagen auf der anderen.
Gleiche Regeln. Gleiche Kontrollen. Gleiche Verantwortung.
Link zum Beitrag:
https://www.zdf.de/video/reportagen/wiso-deals-mit-deinem-geld-100/uber-taxi-geschaeftsmodell-100